Ästhetik / Plastische HNO-OPs

Ohranlegeplastik:

Ein typischer Grund für einen Korrekturwunsch der Ohrmuschel ist eine übergroße Abwinklung des Ohres vom Kopf. Gut geeignet für die operative Korrektur ist das
5. Lebensjahr. Zu diesem Zeitpunkt wachsen die Ohrmuscheln nur noch geringfügig und der Knorpel ist weich und formbar.

Ziel der Ohrkorrektur ist, einen natürlich aussehenden Normalzustand ohne sichtbare Narben und Knickbildungen zu erzielen. Bei Erwachsenen und bei Kindern (ab dem 10. Lebensjahr) ist der Eingriff in lokaler Betäubung möglich und kann ambulant erfolgen. Bei kleineren Kindern ist eine Vollnarkose zu empfehlen, der Eingriff kann dennoch auch ambulant erfolgen.

Nach der Operation wird 4-5 Tage ein Verband getragen, Fadenzug nach 8-10 Tagen, Stirnband ca. 3-4 Wochen (vor allem nachts) empfohlen.

Nasenkorrektur:

Kosmetische Nasenoperation (Septorhinoplastik): Viele Menschen leiden unter ihrer Form der äußeren Nase und möchten diese korrigieren lassen.

Die Veränderung, bzw. Harmonisierung der äußeren Nasenform bei gleichzeitigem Erhalt oder Verbesserung der Nasenatmung (Atmung, Riechen, Anwärmen, Anfeuchten und Reinigen der Atemluft) sind das nicht zu trennende OP-Ziel einer Nasenkorrektur. Bei der Operation wird die Zusammensetzung aller anatomischen Materialien der Nase verändert. Die Operation sollte nach dem 16. Lebensjahr erfolgen (Mittelgesichtswachstum abgeschlossen).

Nach der Operation, die immer in Vollnarkose erfolgt, sollte eine Woche ein Nasengips getragen und zwei Wochen engmaschig die Nase ‚gepflegt’ werden.
Gesellschaftliche Auszeit 2-3 Wochen, Sportkarenz 2-3 Monate, 3 Monate Vermeidung von Sonnenexposition, ca. 3 Monate keine Brille tragen (auch keine Sonnenbrille).

Oberlidkorrekturen:

Die Oberlidplastik zur Korrektur des so genannten ‚Schlupflides’ ist der häufigste Gesichtseingriff der ästhetischen Chirurgie. Zum ‚Schlupflid’ kommt es meist durch altersbedingten Überschuss an Haut sowie an Muskel- und Fettgewebe.
Der Augenbereich stellt die auffälligste ästhetische Region des Gesichts dar, so dass operative Korrekturen erhebliche ästhetische Effekte erzielen und eine deutliche Verjüngungswirkung erreicht werden kann, ohne das Grunderscheinungsbild des Patienten dabei zu verändern.

Medizinische Gründe zur Straffung der Oberlider sind ein eingeschränktes Gesichtsfeld oder auch chronische Irritation des Auges durch Wimpern.
Der Eingriff wird ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt, Bluterguss und Schwellungen nach der Operation verschwinden nach ca. 8 Tagen.

Faltentherapie / Lippenaugmentation:

Botulinumtoxin: Gesichtsfalten, die durch Zugkraft der mimischen Gesichtsmuskulatur entstanden sind, lassen sich durch eine Therapie mit Botulinumtoxin (Botox) mindern. Botox ist vor allem zur Behandlung von Falten im oberen Gesichtsdrittel geeignet, wie z. B. so genannte  ‚Zornesfalten’, die vertikal am Übergang Nasenrücken / Stirn durch häufige Konzentrations- und Sehleistung (z.B. Bildschirmarbeit) entstehen.

Sehr gut geeignet ist Botox auch zur Behandlung von horizontalen Stirnfalten (Sorgenfalten) oder radiär nach außen ziehenden Falten am seitlichen Augenwinkel (Lachfältchen). Am 27.01.2006 wurde ein Botulinumtoxin in Deutschland zur Behandlung der Glabellafalte („Zornesfalte“) zugelassen. Haltbarkeit der Wirkung initial 3-6 Monate, nach Folgeinjektionen bis zu 1 Jahr.

Filler: Filler (Füllmittel) sind die geeignete Therapie für statische Falten. In unserer HNO-Praxis in Hamburg verwenden wir aus Gründen der Patientensicherheit ausschließlich biologisch abbaubare Substanzen (= nicht permanente Filler) wie Hyaluronsäure. Sie sind natürliche Bestandteile unserer Haut und werden vom Körper nach einem gewissen Zeitrahmen komplett abgebaut. Mit Hyaluronsäure können Falten um die Mundregion (‚perioral’), die Nasolabialfalte, Aknenarben oder auch tiefere Defekte der Haut oder Narben behandelt werden. Spezielle Hyaluronsäuren werden auch zur Oberlippenaugmenation eingesetzt. Haltbarkeit der Wirkung 3-8 Monate.